Almhütten im Achental: 8 Einkehrtipps für Wanderer mit Hund
Die schönste Belohnung nach einer Bergtour: einkehren auf einer bewirtschafteten Alm. Brotzeitplatte, Kaiserschmarrn, Apfelschorle, Hund unter dem Tisch, Bergblick aus der Sonnenterrasse. Hier sind acht Almhütten rund um Marquartstein und das Achental, die wir aus eigener Erfahrung empfehlen – alle mit Hinweis zur Hundefreundlichkeit.
1. Steinlingalm (Kampenwand)
Die Klassiker-Alm direkt am Fuß des Kampenwand-Gipfelkreuzes. Sehr bekannt, daher an Wochenenden voll. Aber: Die Lage ist einmalig, das Essen solide bayerisch, die Aussicht überragend.
- Höhe: 1.470 m
- Aufstieg: 15 Min von der Kampenwand-Bergstation
- Hund: Sehr willkommen, Wassernapf vorhanden
- Spezialität: Käsespätzle, Kaiserschmarrn
2. Sonnenalm (Kampenwand)
Die ruhigere Schwester der Steinlingalm. Etwas kürzerer Aufstieg, deutlich weniger Trubel, dafür mindestens so guter Blick. Familiengeführt, freundlich.
- Höhe: 1.350 m
- Aufstieg: 15 Min nahezu eben von der Bergstation
- Hund: Erlaubt, viel Platz draußen
- Tipp: Wenn die Steinlingalm überlaufen ist, hier hingehen
3. Streichenalm (Schleching)
Eine der ältesten bewirtschafteten Almen der Region, mit der wunderschönen Bergkapelle direkt daneben. Vom Parkplatz Schleching aus in ca. 1,5 Stunden Aufstieg. Hervorragender Apfelstrudel. Eigene Almkäserei.
- Höhe: 1.020 m
- Aufstieg: 1,5 Std von Schleching
- Hund: Sehr hundefreundlich, viele Stammgäste mit Hund
- Spezialität: Hauseigener Almkäse
4. Hochplattenhaus (Hochplatte)
Auf 1.582 m direkt am Aufstieg zum Hochplatten-Gipfel. Eine echte Berghütte, kein Tourismus-Stall. Wer hierhin wandert, hat sich die Brotzeit verdient. Auch Übernachtungen möglich.
- Höhe: 1.582 m
- Aufstieg: 2–3 Std je nach Route ab Marquartstein
- Hund: Außen sehr willkommen, innen nur in der Stube nach Absprache
- Besonderheit: Sonnenuntergangs-Erlebnis vom obersten Tisch
5. Priener Hütte (Geigelstein-Gebiet)
Eine der schönsten Hütten der Bayerischen Voralpen. Vom Parkplatz Huben (Sachrang) in ca. 1,5 Std, vom Achental etwas länger. Gemütliche Stube, klassische Küche, AV-Stützpunkt.
- Höhe: 1.410 m
- Aufstieg: ca. 2 Std von Sachrang
- Hund: Willkommen, eigene Hundedecke wird bei Anfrage rausgegeben
- Spezialität: Schweinsbraten mit Kruste
6. Hofalm (Achental)
Sehr nahe an Marquartstein, kurzer Aufstieg, ideal für einen Halbtagesausflug oder mit Kindern. Sympathische, einfache Almküche, große Sonnenterrasse.
- Höhe: ca. 1.000 m
- Aufstieg: ca. 1 Std vom Tal
- Hund: Hundefreundlich, oft mit anderen Hundebesuchern
- Tipp: Vormittags am leersten
7. Wuhrsteinalm (Schleching)
Über den Wuhrsteinsteig erreichbar, der eine der schönsten Almrouten der Region ist. Bewirtschaftung mit Herz, ruhige Lage etwas abseits der großen Tourenströme.
- Höhe: 1.060 m
- Aufstieg: 1,5 Std
- Hund: Sehr willkommen, Schatten und Wasser draußen
- Besonderheit: Hausgemachte Topfennockerl
8. Bischofsfeldenalm (Reit im Winkl)
Etwas weiter, aber für den, der schon im Reit-Winkl-Gebiet wandert, ein lohnender Stop. Klassische Almküche, herrliche Lage am Plateau, oft Almvieh in direkter Nähe.
- Höhe: 1.180 m
- Aufstieg: je nach Startpunkt 1–2 Std
- Hund: Erlaubt, Almvieh in der Nähe – konsequent anleinen
- Spezialität: Kasnockn
Wann haben die Almen geöffnet?
Die meisten bewirtschafteten Almen rund ums Achental öffnen zwischen Anfang Mai und Mitte Juni und schließen Mitte Oktober bis Anfang November. Manche kleinere Almen haben nur an Wochenenden offen oder unter der Woche reduzierte Zeiten. Vor der Anreise immer kurz telefonisch oder online prüfen.
Almen-Knigge
- Schuhe vor Betreten der Stube grob abtreten
- Hund draußen oder unter dem Tisch, nicht auf der Bank
- Trinkgeld ist üblich (ca. 5–10%, bar)
- Almvieh respektieren – nicht streicheln, nicht durchschneiden, weiträumig umgehen
- An Wochenenden viele Plätze schnell weg, wer nicht warten will, kommt früh oder unter der Woche
Was ihr für eine Almtour mitnehmen solltet
- Bargeld (viele Almen nehmen keine Karte)
- Eigene Wasserflasche, auch wenn ihr einkehrt
- Wechselshirt nach dem Aufstieg
- Sonnenschutz und Sonnenhut
- Für den Hund: Wassernapf, Leckerlis, Leine, evtl. Kotbeutel
Praktische Infos
- Beste Saison: Ende Mai bis Mitte Oktober
- Bezahlung: Meist nur bar, manchmal EC-Karte
- Hund: In allen genannten Almen erlaubt, an der Leine
- Schlechtwetter: Manche Stuben sind sehr klein – bei Regen wartet ihr manchmal
FAQ
Muss ich auf den Almen reservieren? Für Mittagessen an Wochenenden ist Anruf vorher sinnvoll, vor allem bei Steinlingalm und Priener Hütte. Unter der Woche reicht es meist, einfach anzukommen.
Was kostet ein Almbesuch grob? Hauptgericht 12–18 €, Kuchen 4–6 €, Bier/Limo 4–5 €. Vergleichbar mit Wirtshaus-Preisen im Tal, gefühlt aber wertvoller.
Sind die Wege zu allen Almen für ältere Hunde machbar ?Hofalm, Sonnenalm (mit Seilbahn-Unterstützung) und Streichenalm sind die einfachsten. Hochplattenhaus und Priener Hütte sind anspruchsvoller – nicht für jeden Senior-Hund geeignet.
Welche Alm hat den besten Kaiserschmarrn? Subjektiv: Steinlingalm und Streichenalm im engen Wettbewerb. Probiert beide und entscheidet selbst.
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